ich liebe
Ich liebe die Worte eines guten Gedichtes, weil sie mich öffnen für ungeahntes.

Jemand hat Worte  gefunden, die Pfeile sind, deren Ziele ich nur ahne.

Eine kleine Welt tut sich in mir auf, weil die Dichterin mich gekannt zu haben scheint.

Ich komme in ihren Worten nicht nur vor, sondern ich bin sogar eingeladen und finde eine Heimat bei ihr.

Es ist ein Fest in der Kälte der Fremde. 

Ein Moment lang ist die Welt von innen her geordnet, und ich spüre die weite in der ich atmen kann.

Ulrich Schaffer

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 ich liebe

Ich liebe den Mond über dem See, der das Wasser versilbert. 

Ich liebe den Mond über der

Endlosigkeit der Prärie, in der ich als Träumer nach mir suche. 

Einen Moment lang

kann ich loslassen und davonfliegen in die Welt meiner Fantasie. 

 Ich glaube, dass

ein Rhythmus notwendig ist, wenn wir dem Geheimnis

des Lebens näher kommen wollen.

Das Leben lässt sich nicht erpressen. 

Ich werde ihm nichts abringen.  Die inneren

Zusammenhänge kann ich nur liebend hervorlocken.

Im Wechsel zwischen Entspannung und Engagement,

zwischen schlafen und arbeiten,

zwischen lieben und trauern, zwischen loslassen und festhalten

führt der Weg in die Weisheit.

Ulrich Schaffer

 

 

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